Tag der Grosseltern – celebrate and THX!

Am 2. Sonntag im März feiert die Schweiz den Tag der Grosseltern. Ich wusste das bisher nicht. Und tatsächlich gibt es ja mittlerweile Tage für jeden Hafenchees. Und ich muss da wirklich nicht jeden kennen. Aber ürber einen Tag zu Ehren der Grosseltern, habe ich mir Gedanken gemacht.

Ich finde solche Tage ganz schön. Auch wenn ich nichts von grossen Geschenken oder überteuerten Blumen halte. Aber ab und an ganz bewusst an etwas zu denken, finde ich nicht verkehrt.

Warum ein Tag der Grosseltern

Das habe ich mir überlegt und komme für mich zu meinem Schluss, ohne grossartig darüber recherchiert zu haben. Auch kann ich nicht für andere oder frühere Generationen von Eltern sprechen. Aber ich habe das Glück, dass meine Eltern mich sehr kräftig, vorallem mit Hütedienst, unterstützen. Ohne sie hätte ich einiges mehr zu organisieren und auch zu finanzieren. Denn ganz offen und ehrlich: ein Kita-Tag für zwei Kids ist zu stemmen, drei Tage Kita könnte ich mir kaum leisten. Das betrifft im selben Punkt viele Eltern.

Daneben und viel wichtiger dabei ist, dass meine Jungs zwei weitere, grossartige Bezugspersonen haben. Das bereichert ihr Leben und erleichtert meines. Besonders in emotionaler Hinsicht. Kurz nach meiner Trennung und in der Zeit, als ich quasi mutterseelenallein war mit meinen zwei Söhnen, war dieses Wissen und die wirklich vorhandene echte, ohne zu zögern und Aufsehens zu veranstalte, einfach dagewesene Hilfe unbezahlbar.

Hilfe hat viele Gesichter

Ich beobachte in meinem Umfeld, dass es vieler Orts ohne den meist kostenlosen und spontanen Einsatz von Grosseltern fast gar nicht geht oder aber zumindest grosse Erleichterung in finanzieller und emotionaler Sicht ins Elternleben und damit in den ganzen Familienalltag bringt. Bei vielen sind es Hütedienste, damit beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nachgehen können, die sich dann auch lohnt. Oder zu Gunsten eines Paarweekends, weil Paarzeit bei Eltern meist ziemlich knapp ist. Dafür, dass ein Hobby oder eine Ausbildung mögich sind. Es kann aber genauso gut die einmal in der Woche gemachte Wäsche, die Einladung am Sonntag zum Mittagessen, die Übernahme der Einkäufe oder die Möglichkeit, eine Grippe für einmal liegend und im Bett auszukurieren, sein.

Es betrifft alle, nicht nur die Familen mit Kindern

Daneben können wir das Ganze auch mal beziffern und es damit aus den einzelnen Familien hinaustragen. Laut einem Artikel im Coop-Hello-Family-Magazin vom Juni 2016 leisten Grosseltern nämlich fast 100 Millionen Stunden Gratisbetreuung. Das sind umgerechnet fast 2 Milliarden Franken und sollte unser aller Aufmerksamkeit wenigstens kurz in Anspruch nehmen. Egal ob wir Kinder haben oder nicht – übrigens. Denn das kommt der Wirtschaft genauso wie der gesamten Gesellschaft in diesem Land zu Gute. Würden am kommenden Montagmorgen alle hütenden Grosseltern ihren Dienst quittieren, dürften wir also ein Problem der gröberen Art haben. Dies vielleicht mal noch so als Gedankenanstoss.

Probleme zwischenmenschlicher Natur

Schafft es nicht auch Probleme, gerade in unserer Gesellschaft, in der eigentlich von allen erwartet wird – besonders doch von Frauen, die Mama sind – alles selbst zu managen? Doch natürlich. Ich kenne Missverständnisse, ich kenne Meinungsverschiedenheiten manchmal auch einen Streit zwischen (besonders) meiner Mutter und mir. Es gibt Menschen, die sich Meinungen über mich und meine Famile bilden, ohne alle Hintergründe zu kennen und damit dann auch nicht hinterm Berg halten. Es damit manchmal schaffen, mich zu verunsichern. Und ich kenne vor allem das oft schlechte Rabenelterngewissen. Da hilft aber, wie in allen Beziehungen zwischen Menschen nur, offen und ehlrich miteinander umzugehen und zumindest zu versuchen, das Gegenüber zu verstehen.

Aufrichtige Dankbarkeit

Also werde ich darauf verzichten meinen Eltern einen grossen Blumenstrauss und eine Flasche guten Wein zu schenken, weil Tag der Grosseltern ist. Aber ich bin dankbar in meinem Herzen, für mich und für meine Kinder.

Beitragsbild: unsplash.com

1 Comment

  1. Manchmal wird's zuviel: einfach so! - Running-Mami Blog 11. Januar 2018 at 11:02

    […] denn mal funktioniert, hüstel. Ich schaue, weine, schaue, weine, bereite vor. Und ich denke an meinen Grossvater, der vor genau 10 Jahren gestorben […]

Hey! Hinterlasse mir hier deinen Kommentar.