Projekt zuckerfrei Tag #11: Zwischenstand

Ich habe angekündigt, hier ab und an von meinem persönlichen Projekt zuckerfrei zu berichten. Nun eigentlich wollte ich das gestern tun weil mir Tag #10 so gefallen und so passend gewesen wäre. Ich habs nämlich mal ausgerechnet. Bei mir sind es durch den 6 Tage späteren Einstieg ganz genau 40 Tage. Gestern war also ¼-Zeit. Gestern war aber auch „Mami-ist-gefordert-Zeit“.

Weil . . .

Am Morgen gabs einen Streit zwischen den Jungss, wer mir jetzt mit welchem Besen helfen darf den Boden aufzunehmen. Ich hatte es aber eilig, weil ich es erledigt haben wollte bevor wir in den Kindergarten aufbrechen mussten. Ja stellts euch vor *ohschlechteidee*. Frage mich, ob dies in 10 Jahren auch noch ein Streitgrund sein wird und befürchte ja, eher nicht. Dann traf ich mich mit einer Freundin und am Nachmittag standen ein Kinderarzttermin und ein Besuch bei meinem Gottimeitli an, welches mir mit einem nachträglichen Geburtstagsgeschenk den Tag wirklich zauberhaft versüsste – wer braucht da bitte Zucker? Und am Abend wäre da noch eine Kürbissuppe auf dem Menuplan gestanden, die ich dann wegen eines schimmlig gewordenen Kürbisses nicht machen und somit irgendwas improvisieren musste. Nicht nur für gestern zum Znacht sondern auch für heute zum Zmittag und damit zurück zum Thema.

Wie es läuft . . .

Was soll ich sagen? Bisher fällt mir der Zuckerverzicht wirklich einfach. Sowohl körperlich als auch im Kopf. Es gab wenig Glüstli und die wenigen dies gab, konnte ich gut überwinden. Seit zwei, drei Tagen fühle ich mich zudem super. Ob das nun an der (hoffentlich) endlich überstandenen Blasenentzündung – immerhin kann ich nach 4 Wochen sagen, ich hatte was davon – oder der Zuckerfreiheit liegt weiss ich nicht. Wohl an beidem. Schatz geht’s übrigens auch so. Die erwarteten Entzugserscheinungen blieben bisher aus und er meint sogar, seit etwa einer Woche schon, er fühle sich fitter, vitaler und weniger müde. Auch wenn er offen gesteht, dass ihm die Schoggi und ein paar andere Essensgewohnheiten fehlen und er sich darauf wieder freut, wenn die Fastenzeit durch ist.

Das fällt schwer . . .

Etwas „verleidet“ sind mir die Getränke. Viel mehr Wasser als sonst schon, da bietet auch das mit Sprudel keine wirkliche Abwechslung. Und Tee mag ich ja auch, aber so langsam wäre mal wieder etwas anderes und ja – shame on me – eine Cola zero ganz geil! Besonders abends, wenn die Kinder schlafen und ich etwas Zeit für mich habe.

Entsetzen beim Einkauf . . .

Kürzlich habe ich beim Einkaufen den wohl entsetztesten Gesichtsausdruck eines Metzgers ever zu sehen bekommen. Nämlich als ich ihn nach Schinken oder sonstigem Aufschnitt ohne Zucker gefragt habe und dann ohne einzukaufen halt weitergegangen bin *hoppla*. Die geplante Pizza mit Blumenkohlboden wird’s jetzt in vegi geben.

Go vegi . . .

Apropos vegi, unser Fleischkonsum ist seit die Challenge läuft beachtlich gesunken. Das gefällt mir. Gerade was Aufschnitt aller Art betrifft. Der Einkauf sonst fiel mir die ersten Male etwas schwer, was mich erstaunt hat. Denn ich schaue ja auch ausserhalb der Challenge auf zuckerfrei. Aber wenn so gar keine Ausnahme erlaubt ist, wird’s doch nochmal eine Runde anspruchsvoller. Dafür habe ich zwei, drei zuckerfreie Snacks entdeckt, die absolut familientauglich sind und sich auch zum Mitnehmen super eignen. Die werden bestimmt auch nach der Challenge bleiben. Du willst wissen welche? Schau am Ende des Posts, ich habe sie dort für dich abgebildet.

Mehr Aufwand beim Kochen . . .

Doch beachtlich mehr Aufwand habe ich beim Kochen. Weil wirklich fast ausnahmslos alles frisch, selbst und clean zubereitet wird. Das für alle drei Hauptmahlzeiten und auch die Zwischenmahlzeiten, so gibt’s ordentlich zu tun. Auch die Planung ist umso wichtiger geworden, weil Vorkochen und einfrieren sich durchaus sehr lohnt, es sei denn, der Kürbis werde schimmlig *ürks*.

Kompromisse, die Faulen . . .

Festgestellt habe ich auch, dass gewisse Kompromisse beim Einkauf nötig sind. Beispielsweise ist der Lachs mit MSC-Zertifizierung, worauf ich achte gezuckert, wohingegen die Billig-Variante zuckerfrei ist. Auch mein sonst bevorzugter Bio-Nature-Joghurt hat Magermilchpulver zugesetzt, der herkömmliche und sehr viel günstigere Joghurt bleibt ungezuckert.

Daneben wird viel neu ausprobiert und getestet, besonders Rezepte. Das macht mir Spass, weil ich sehr gerne koche und backe.

Meine Prognose ist daher zuversichtlich, dass wir das Projekt zuckerfrei schaffen und das ein oder andere Positive daraus dann auch in den nicht-projekt-zuckerfrei-Alltag mitnehmen werden. Natürlich halte ich euch hier auf dem Laufenden.

Und: ich habe noch etwas für Euch. Ich habe mich mit dem Twister von Betty Bossi angefreundet. Damit lassen sich vor allem Rüebli und Zucchetti im Nu in Spaghetti verwandeln. Ganz ohne Kraft geht’s zwar nicht, aber da hat frau dann gleich ein wenig Krafttraining nebenher. Das ein oder andere habe ich ausprobiert und mein bisher liebstes Rezept verrate ich heute hier:


Rezept / 2 Portionen (siehe Tipp am Ende, um das Ganze auch für Kinder tauglich zu machen)

2 Zucchetti

4 grosse Rüebli

200g Crevetten (geputzt)

wenig Kokosöl

ca. 15 Stück Cherry-Tomätli, halbiert

1-2 Knoblauchzehen

2-3 EL Olivenöl mit Zitrone

2 EL dunkle Sojasauce

ein Bund frischer, grossblättriger Peterli, grob geschnitten

Salz und Pfeffer, Gewürze nach Belieben

etwas geriebener Parmesan

Zubereitung

Die Crevetten kurz und scharf im heissen Kokosöl anbraten und den Knoblauch dazu pressen. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. Beiseite stellen. Während dessen die Zucchetti und Rüebli zu Spaghetti twisten (oder schneiden).

Die Gemüsespaghetti in derselben Pfanne und für ca. 5 Minuten braten. Dann die Cherry-Tomätli dazu geben und kurz weiterdämpfen. Die Hitze reduzieren und das Zitronen-Olivenöl, die Sojasauce und die Crevetten dazu geben. Alles vermischen und nur noch warm werden lassen. Mit Salz und Pfeffer und Gewürzen nach Wunsch abschmecken.

Die Gemüsespaghetti anrichten und den geschnittenen Peterli darüber streuen. Nach Wunsch mit Parmesan bestreuen!

Tipps:

  • Wer Crevetten nicht mag lässt sie weg oder ersetzt sie mit Fisch nach Wahl.
  • Um das ganze kindertauglich zu machen werden parallel noch ein paar Dinkel-Spaghetti gekocht. Dazu dann ein wenig von den fertigen Gemüsespaghetti abzweigen und mit den Dinkel-Spaghetti mischen und schon mögen’s auch die Kid’s ;-).

Und hier noch meine neu entdeckten Zuckerfrei-Snacks:

Zuckerfreisnacks.jpg

Alnatura mag ich, wie unschwer zu erkennen sein dürfte. Alle diese Snacks sind ohne zugesetzten Zucker und in Alnatura-Bio-Qualität. Sie haben sich für uns prima als Beigabe zu Znünis und Zvieris oder mal einfach so bewährt und machen sich auch tiptiop im Familienrucksack für unterwegs.

3 Comments

  1. Projekt zuckerfrei Tag #17: und das mit der Familientauglichkeit – Running-Mami Blog 22. März 2017 at 06:46

    […] auch ein schnelles Znacht „zaubern“. Nüsse, Käse, Trockenfrüchte und die neu entdeckten Snacks – die ich euch letzte Woche vorgestellt habe – sind zwar Alternativen. Jedoch alles […]

  2. Projekt: zuckerfrei Tag #33 und bald ist es geschafft, oder? – Running-Mami Blog 7. April 2017 at 06:29

    […] neu entdeckten, zuckerfreien Snacks, die ich hier vorgestellt […]

  3. Zuckerfrei - Einsteigetipps für Eltern - Running-Mami Blog 6. November 2017 at 10:08

    […] Freundin und durchstöbere die Regale in den Lebensmittelgeschäften nach zuckerfreien Snacks. In diesem Beitrag findest du ganz am Ende ein paar Inspirationen, wenn auch bei dir nicht immer noch mega viel Zeit […]

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