Ostern und die alljährliche Zuckerflut

Ostern steht sozusagen vor der Tür. Und eigentlich hätte ich diesen Blogpost vor zwei, drei Tagen online stellen wollen. Dann kamen mir zwei fast durchwachte Nächte, Sorgen auf zwischenmenschlicher Ebene, ein Kinderarzt-Routinebesuch und ein dreckiges Badezimmer dazwischen. Aber wem erzähle ich das ;-).

Wie ihr morgen im Detail in meinem Beitrag zum Projekt zuckerfrei lesen werden könnt, sind Ausnahmen oder leicht gezuckerte Fertigprodukte zur Vereinfachung meines Alltags für mich persönlich in Ordnung. Und Ostern dürfte da definitiv eine solche Ausnahme darstellen, mit all den Einladungen und Familienzusammenkünften, die sie mit sich bringt. Mein persönliches Projekt zuckerfrei 2017 wird dann zwar vorüber sein. Dennoch bedeutet das nicht, dass ich dann Schokolade ohne Ende essen oder meinen schön entzuckerten Körper gleich wieder komplett zumüllen will. Damit hätte ich das Ziel wohl ziemlich verfehlt. Es wird keine komplett zuckerfreie Ostern geben und das soll’s auch nicht. Ich habe mir dennoch drei Dinge überlegt, die ich zuckerfrei/-reduziert-technisch umsetzen werde. Vielleicht lässt du dich von mir inspirieren?

Mein österlicher Tipp EINS: Osternestli für die Kinder

Wir haben uns dieses Jahr entschieden, die Schoggiflut etwas einzudämmen. Sozusagen mit gutem Beispiel voranzugehen. Anstelle nur zu jammern, wie viel Süsses schon wieder überall rumsteht. Kennt ihr das? Ich höre das in den Tagen nach Ostern nämlich aus allen Mündern, auch aus denen, die sich nicht der Zuckerfreiheit verschrieben haben. Und ja wie könnte es auch anders zu erwarten sein von jemandem, der zuckerfrei oder zuckerreduziert lebt, klar auch aus meinem. Doch war es bereits zu früheren, nicht-zuckerfreien Zeiten jeweils ein unsäglicher Schwall an Süssem, der damals schon unseren gut einjährigen Sohn überschwemmte – und uns gleich mit. Mitterweile sind es zwei Kinder und die Schoggi-Zuckereili-Wellen dementsprechend doppelt so hoch.

Oben auf unserem Buffet in der Küche steht noch immer ein Osternest vom letzten Jahr und ja, mit Inhalt! Einen Teil davon habe ich mal zu Schoggikuchen verarbeitet, einen anderen zu Zvieri’s verteilt und den Rest vergessen. Jetzt brauche ich Grossen’s Osternestli wieder und werde diesen Rest wohl entsorgen müssen. Abgesehen davon, dass ich es überhaupt nicht mag Lebensmittel entsorgen zu müssen, macht es einfach keinen Sinn, den Kindern tonnenweise Schokoladenhasen zu schenken. Auch wenn es – was es ja immer ist – gut gemeint daher kommt und man ihnen damit Freude machen will. Alleine können sie diese Massen jedoch ohnehin nicht essen, ich will sie nicht essen, Schatz schon, aber er will eigentlich auch nicht wollen. So!

Dieses Jahr gibt’s deshalb zwei kleine Mini-Häsli pro Kind, die im Gegensatz zum 200g-Schoggi-Karnickel auf einmal verspiesen werden können. Dafür ein osterliches Magictowel und kindgerechte Badesalze. Und sowieso: daneben sollte zumindest meiner Ansicht nach nicht vergessen werden, warum wir diese Feiertage begehen. Und das hat so direkt nichts mit schoggigen Hasen, Lämmern und Kücken zu tun. Ihr erinnert euch auch?

Mein österlicher Tipp ZWEI: Zuckerfreies Dessert

Ausserdem bin ich kürzlich bei Dominique von ohnezucker.ch über ein grandioses Osterfladenrezept gestolpert. Ihren Blog lese ich sehr gerne und kann ihn nur wärmstens empfehlen.

Das Rezept sieht Zuckerersatz in Form von Erythrit vor, weshalb es für mein Projekt zuckerfrei nicht erlaubt ist und ich als Testerin ausfalle. Dennoch habe ich es nachgebacken und halt testen lassen. Die Resonanz war eindeutig positiv. Es gibt keine grösseren Kritiker diesbezüglich als die Jung’s, da dürft ihr mir glauben und wir alle uns auf ihr Urteil verlassen ;-).

Dominique’s zuckerfreier Osterfladen ist deshalb gekauft und wird zu Ostern bestimmt für mehr als nur eine Familienzusammenkunft gebacken. Das Rezept findet ihr hier.

 

Mein österlicher Tipp DREI: Schoggihasen links liegen lassen

Bisher zierte jeweils in der Vorzeit zu Ostern eine Schüssel gefüllt mit Schoggi-Eili unseren Esstisch. Einfach so und jederzeit zugänglich für alle. Dieses Jahr habe ich dank dem Projekt zuckerfrei die Osterschokolade in den Läden einfach links liegen lassen. Und es tut überhaupt nicht weh.

Eingekauft haben wir nur, was für die Nestli der Jung’s und der Patenkinder und die Tischdeko am Fest selbst benötigt wird. Stattdessen wird unser Tisch von Porzellanhäschen, einem Osterbaum und einer Tulpe österlich dekoriert. Ende der Geschichte.

Ausserdem: Mit dem Bazen, den ich dieses Jahr nicht für den Kauf von allerlei Schokozeugs ausgegeben habe – und ich hab’s mal nachgerechnet, da läppert sich rasch ziemlich viel zusammen, konnte ich den Jung’s ein Spielset für den Garten kaufen. Bestehend aus einem Softfussbal, einem Softtennisset, Kegeln, einem Frisbee und einem Bocciaset. Ich habe nämlich gesehen, dass ich das Sändelizeugs doch hätte über den Winter reinräumen sollen *schandeübermich*, denn die Kälte hat’s jetzt nicht so wahnsinnig gut vertragen *hüstel*.

Und, aus langjähriger Erfahrung wage ich mich abschliessend zu diesem Tipp zur Aussage hin, dass es dennoch keinen Schogginotstand während und nach Ostern im Hause Running Mami geben wird ;-).

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Vorankündigung: ZÜCKERLI für den Mai 2017

Zum Schluss möchte ich euch noch etwas vorankündigen. Dominique von ohnezucker.ch und ich haben uns für ein Projekt zusammen getan. Alles verrate ich noch nicht, nur soviel:. ich freue mich sehr darauf, es wird im Mai 2017 stattfinden und es dürfte dabei bestimmt der ein oder andere Tipp aus Dominique’s Erfahrungsschatz abfallen. Bleibt also dran, es dürfte sich lohnen ;-).

Die schönen Bilder zu diesem Beitrag vom Osterfladen stammen übrigens von Dominique von ohnezucker.ch. Sie hat sie mir zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Danke!

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  1. Lisa 6. April 2017 at 13:33

    Hallo Anita,
    oh ja, „Zuckerflut“ beschreibt Ostern wohl recht passend. Als Kinder bekamen wir immer riesige Osternester voller Süßigkeiten. Damals fand ich das natürlich toll, bei meinen eigenen Kindern würde ich das aber auf jeden Fall extrem eindämmen wollen. Toll, dass ihr die Osternester auch reduzieren wollt.
    Der Osterfladen klingt super, vielen Dank für die Inspiration!
    Ich bin übrigens über Facebook auf deinen Blog gestoßen und ganz begeistert, ich werde noch ein wenig herumstöbern 🙂
    Viele Grüße
    Lisa

    1. runningmami 6. April 2017 at 15:18

      Hallo Lisa

      Danke für deine liebe Nachricht und dein Kompliment, freue mich sehr darüber! Oh ja, ich kenne diese grossen Osternestli auch noch aus der Kindheit. Damals war es toll und ich konnte immer sehr lange davon zehren, weil ich sehr sparsam war und oft die Dinge gar nicht gegessen habe, weil ich sie zu schön fand. Ich glaube, für meine Jungs ist das weniger Thema :-).
      Hoffentlich bis bald, schaue auch gerne bei dir vorbei! Tönt spannend!
      Ganz liebe Grüsse
      Anita

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