Projekt: zuckerfrei Tag #33 und bald ist es geschafft, oder?

Ich notiere heute Tag #33 im Projekt zuckerfrei. Fast haben wir die Zeit des Fastens hinter uns und somit naht unausweichlich das Projektende. Ich kann’s kaum fassen und ja, so ein ganz klein wenig stolz bin ich schon, es bis hierhin ohne Ausrutscher geschafft zu haben.

Vergangene Woche habe ich euch in meiner Serie zur Challenge versprochen, darüber zu schreiben, was ich daraus mitnehmen werde und was von vorher wieder dazu kommen wird.

Das will ich denn heute auch tun. Vielleicht kann ich euch inspirieren, was mich freuen täte und es ist für mich perfekt, weil ich so meine eigenen Ideen gleich mal festhalten kann.

Die Woche war angenhem . . .

Das zuckerfreie Leben fiel mir sehr leicht und das trotzdem Schokolade – den nahenden Ostertagen sei’s zu verdanken – nun wirklich praktisch allgegenwärtig ist. Aussgenommen gestern, da hatte ich tatsächlich Lust auf Schokolade. Gestillt habe ich sie mit ein paar Datteln und getrockneten Aprikosen.

Am letzten Samstag war ich auf einer Fortbildung in Zürich. Ich hatte meine Tragepuppe, ein Tragetuch und eine Tragehilfe im Schlepptau. Schätzungsweise dürften dies gut 6 kg oder mehr gewesen sein, die ich da mit mir herumtrug. Sinnvoller wäre es gewesen, wie meine Kollegin auf ein Rollköfferchen auszuweichen. Aber im Nachhinein ist frau immer schlauer und an der Stelle einen lieben Wink zu eben dieser Kollegin: Meli, die mir erzählte, meinen Blog gerne zu lesen *freuemichdarüber*.

Es war wirklich nicht einfach, sich unterwegs zuckerfrei zu verpflegen. Nebst dem grossen Gepäck, das ich schon hatte auch noch alles selbstgemacht in Tupperlis mitnehmen, wollte ich nicht. Sicherheitshalber habe ich aber wenigstens ein paar Cashewnüsse und Datteln von zu Hause eingepackt. Meine Notration, falls sich ein Hungerast oder unbändige Gelüste ankündigen sollten. Das war eine weise Entscheidung. Denn ausser einem zuckerfreien Brötchen und ein paar Heidelbeeren, was mein Mittagessen darstellte, fand ich auf die Schnelle zwischen verspäteten Zügen, dem Sprint auf den Anschlusszug – der dann gleich wegfuhr als ich auf dem Perron ankam *ürks* – und der Suche nach dem Meetingpoint am Zürcher HB *schämjetztweissichwo* nichts Vernünftiges.

Schwierige Situationen . . .

Das sind denn auch so Situationen, die ich als herausfordernd erlebe. Mich zu Haue zuckerfrei zu ernähren schaffe ich gut. Manchmal mit etwas Überlegung und Kreativität aber es klappt. Unterwegs und auswärts finde ich es wirklich schwierig. Selbst wenn ich gewillt bin, sprich nicht Gelüste oder all das Feine, was einen in einer Stadt wie zum Beispiel Zürich lockt das Problem sind, ist das Finden zuckerfreier Verpflegung nicht ganz einfach. Daher wurde während der Challenge wirklich fast alles selbst vorgekocht und mitgenommen. Und wenn das mal nicht ging, fiel oder fällt das Mittagessen dann eben sehr spärlich aus. Entweder bin ich noch nicht erprobt genug oder es ist wirklich sehr schwierig. Wer also Tipps hat, immer gerne!

Das ist denn auch, worauf ich mich freue wenn die Challenge vorbei ist. Dass die Alternativen wieder mehr werden und Ausnahmen wieder möglich sind. Die Challenge der Challenge war und ist nämlich auch oft, sich zu überlegen was wann gegessen wird, was ich vorkochen will, was ich gut transportieren kann für’s Büro, die Fortbildung, den Ausflug. Und es dann auch vorzubereiten. Auch dann, wenn es schon spät abends ist und ich eigentlich lieber ins Bett gehen oder mir noch etwas durchlesen möchte. Aber es ist schon gut so und genau darum geht’s ja eben auch. Zu sehen, wie schwierig es ist, wo Zucker überall lauert und es dennoch durchzuhalten.

Und wenn ich ehrlich bin, manchmal braucht es das Durchhalten, damit sich neue Wege auftun. Was ich damit meine?

Ohne die Challenge wäre ich womöglich nach zwei Wochen dazu verführt gewesen, die Sache abzubrechen weil’s mir zu mühsam gewesen wäre. Ihr kennt diese „Ausreden“? Es ist zu mühsam, ich brauche zu viel Zeit, es ist nicht kombinierbar mit meiner Arbeit, den Kindern, der Familie oder dem Nachbarshund.

Nachdem ich es nun aber über einen Monat mache und die Challenge unbedingt schaffen will, sich gewisse Gewohnheiten automatisch geändert haben und ich teilweise eben neu organisiert habe, ist das alles gar nicht mehr so tragisch. Nur braucht es für dieses Umdenken wohl eben mehr als eine oder zwei Wochen.

Das werde ich also aus der Challenge in den Alltag mitnehmen:

  • Die neu entdeckten, zuckerfreien Snacks, die ich hier vorgestellt habe
  • Das ein oder andere neu entdeckte Rezept
  • Die zuckerfreie Mayo und den zuckerfreien Senf, die ich erst kurz vor der Challenge entdeckte und ohne die es in meiner Familie nicht geht
  • Die nature Joghurts und der Quark, auf den Kauf aromatisierter und gezuckerter Milchprodukte werde ich weiterhin probieren, zu verzichten
  • Das Wissen, dass es vegetarisch ganz gut läuft, mir nichts fehlt und das Beibehalten vermehrter fleischloser Tage
  • Das Erfolgserlebnis, es tatsächlich geschafft zu haben
  • Das Wissen, dass ich auch für den Sport keinen zugesetzten Zucker brauche
  • Ein sehr angenehmes, vitales Körpergefühl

Was von vorher wieder dazu kommen wird:

  • Ich freue mich, wieder Zuckerersatzstoffe verwenden zu können: Kokosblütenzucker, Erythrit, Stevia und Xylit werden wieder in meine Küche einziehen dürfen.
  • Ab und an ein wenig Trockenfleisch und Aufschnitt, gerade als schnelle Alternative am Abend, nach dem Training oder als Beilage zu Salat oder Gemüsesticks für’s Büro
  • Ausnahmen an Geburtstagen, Feiern, bei Ausflügen, einfach mal so oder wenn’s mal nicht reicht, selbst vorzukochen

Somit dürfte auch die letzte Woche ein wenig offen gebliebene Frage, wie es denn nach der Challenge genau weitergehen soll, beantwortet sein. Ich nehme einiges mit, womit mein vorher zuckerreduziertes Leben noch etwas zuckerreduzierterer wird, Ausnahmen sind aber in Ordnung. Weiterhin werde ich Dinge testen, ausprobieren, Alternativen suchen und Altbewährtes anpassen.

Heute in einer Woche feiern wir den Karfreitag und die Fastenzeit ist vorüber. Ich werde dann den letzten Post zur Serie „Projekt: zuckerfrei 2017″ schreiben und bin fast etwas wehmütig *heul*. Es hat sich nun während der Challenge so eingebürgert, dass der Freitag mein zuckerfrei-Blogging-Tag wurde.

Da Zuckerfrei und Zuckerreduziert also nach wie vor meine Themen bleiben, ich es schon länger praktiziere, sich viele dafür interessieren und ich tonnenweise darüber recherchiert, gelesen und gesammelt habe, soll dies auch künftig fester Bestandteil meines Blogs sein und bleiben.

Ihr dürft also damit rechnen, in regelmässig Abständen von mir einen Text zum Thema Zuckerfrei, clean Essen oder einen, der damit zu tun hat, lesen zu können. Ich freue mich, wenn ihr weiterhin fleissig dabei seid, mitlest, kommentiert und mir eure Ideen und Wünsche mitteilt.

Nächste Woche also mein persönliches Fazit zur Zuckerfrei-Challenge 2017!

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5 Comments

  1. diejuliy 7. April 2017 at 09:42

    Hej, ich habe auch 8 Wochen ohne Zucker verbracht! Es war wirklich eine interessante Erfahrung und gar nicht immer so einfach durchzuhalten. Oftmals bin ich völlig verzweifelt durch den Supermarkt gelaufen..
    Ich wünsche dir viel Erfolg!
    Vielleicht magst du ja auch mal auf meinem Blog vorbeischauen!
    http://diejuliy.com
    Liebe Grüße Julia

    1. runningmami 7. April 2017 at 12:14

      He Julia

      Danke dir. Ja die erste Zeit fällt leicht, mit der vielen Euphorie. Dann wenn der Alltag kommt, zeigen sich ein paar Schwierigkeiten. So erlebe ich es teilweise.
      Spannend, schaue gerne bei dir vorbei!
      Grüsse
      Anita

  2. sportymum 7. April 2017 at 15:09

    Hallo Anita,
    Interessanter Beitrag und schön zu lesen, dass du deine Challenge so erfolgreich meisterst. Ich habe noch nie völlig auf Zucker verzichtet, so wie du. Aber seit meine Tochter auf der Welt ist und vor allem auch mitisst, verwende ich Zucker viel bewusster und ersetze ihn gerade beim Backen schon länger (habe auch ein paar Rezepte bei mir). Oft mache ich es so, dass ich unter der Woche schaue, wenig oder kaum Zucker zu konsumieren und dann am Weekend ein paar Ausnahmen mache. So ganz nach dem Motto: Balance is the key.
    Und das mit den Versuchungen unterwegs kenne ich. Je weniger ich an Vorrat dabei habe, desto mehr greife ich zu den „doofen“ Fertigprodukten.
    Gruss
    Stefanie

    1. runningmami 7. April 2017 at 19:30

      Hallo Stefanie

      Ich denke da hast du Recht. Die Balance macht es. Und meinen Jungs kann und will ich den Zucker auch nicht strikt vorenthalten.
      Ich merke, dass es mir selbst fast einfacher fällt, ganz zu verzichten. Die unaushaltbaren Glüstli fallen dann weg. Aber eben, so ab und an sollte dennoch was drin sein. Bin selbst gespannt, wie es nach Ende des Projekts weiterläuft.

      Liebe Grüsse
      Anita

  3. Projekt: zuckerfrei #40 DONE! - Running-Mami Blog 24. Oktober 2017 at 12:19

    […] heute habe ich euch mein persönliches Fazit angekündigt, das ich aus der Challenge ziehe. Nun ja. Wo kann ich denn […]

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