Sommerliche Matcha-Erdbeer-Zitronen-Roulade mit Minzen-Topping

Natürlich ohne Zucker. So gesund wie möglich und so süss wie nötig. Und: absolut familientauglich!

Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, wie sich mein erster Kontakt mit Matcha Tee angefühlt hat. Falls du es nachlesen willst, findest du den Link dazu hier. Und angekündigt habe ich euch, dass ihr heute von mir ein sommerliches Dessert Rezept erwarten dürft, in dem Matcha verbacken wird.

Schnell war klar, dass ich mich für eine Roulade entscheiden würde. Wieso? Weil ich die Farbe, die Matcha dem Gebäck verleiht möglichst grosszügig zur Geltung bringen möchte. Und dafür ist die Roulade geradezu prädestiniert.

Ich bin in ziemlicher Sommerstimmung. Die Sonnentage, die uns der Frühling bereits beschert hat, wurden unter anderem im Garten verbracht und dazu genutzt, die Terrasse sommerlich herzurichten. Und der Sport macht mir unter dem sonnig, warmen Himmel auch viel mehr Spass als bei Regen und Kälte. Mir schweben da zwar noch ein, zwei Dinge vor, die ich umsetzen möchte und ein paar Blüemli warten aktuell noch auf’s Verfplanzen. Aber meinetwegen kann der Sommer kommen.

Umhüllt von dieser sommerlichen Stimmung habe ich mich für die Backzutaten entschieden. Frisch, leicht, luftig und fruchtig wollte ich es haben. Zitrone gehört für mich zum Sommer, wie Schnee zum Winter. Beeren sind im Frühling und Sommer das Obst meiner ersten Wahl und Minze mag ich an so vielen Gerichten. Ganz egal ob süss oder herzhaft. Sie bringt überall herrlich viel Frische rein. Die Zutaten waren also schnell klar.

Die klassische Roulade wird in der Regel mit einer gezuckerten Masse aus Schlagrahm gefüllt. Das ist mir für mein Rezept eindeutig zu schwer, weshalb ich hier teilweise auf Magerquark gesetzt habe.

Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell. Fertig gebacken ist das Biskuit in 5 bis 7 Minuten und mit Hilfe eines Mixers oder der Küchenmaschine ist auch die Füllung im Nu gezaubert. Ausserdem hat die Roulade nicht nur den immer-wenig-Zeit-und-trotzdem-selbst-gemacht-Test bestanden sondern auch den Härtetest in Sachen Familientauglichkeit. Da kann ich mich auf das Urteil der Jungs stets verlassen, wie ihr schon wisst. Und das fällt bei meinen Back- und Kochaktionen in Sachen ohne Zucker nicht immer so löblich und positiv aus, wie es hier der Fall war.

Probiert es aus und schreibt mir, wie es euch geschmeckt hat oder ob ihr eine tolle Abwandlung des Rezepts versucht habt. Ich freue mich immer, wenn ich von euch eine Rückmeldung bekomme. Viel Freude beim Backen!


Für den Biskuit

3 Eigelbe

4 EL Erythrit

1 gehäufte TL-Spitze Matcha mit Minze

abgeriebene Schale einer Zitrone

3 Eiweisse

1 Prise Salz

4 EL Dinkelmehl hell

 

Für die Füllung

125 ml Vollrahm

4 gehäufte EL Magerquark

2 EL Erythrit in Pulverform (z.B. Puderxucker)

8 mittelgrosse Erdbeeren in kleinen Stücken

frische Minze nach Belieben, klein geschnitten

1-2 Erdbeeren und ein paar Blätter frische Minze für die Deko

 

Zubereitung

Die Eigelbe zusammen mit dem Erythrit schaumig rühren. Den Matcha mit wenig Wasser zu einer Paste verrühren und beigeben. Zitronenschale ebenfalls zufügen. Weiterrühren bis sich alles vermischt hat.

Die Eiweisse mit dem Salz steif schlagen. Zusammen mit dem Mehl unter die Eigelbmasse ziehen. Den entstandenen, dickflüssigen Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gleichmässig und leicht rechteckig verteilen.

Backen: im vorgeheizten Ofen bei 220 Grad für ca. 5 – 7 Minuten

Das Blech aus dem Ofen nehmen, das Biskuit auf ein zweites Backpapier stürzen. Mit einem feuchten Lappen über das klebende Backpapier wischen und es dann ablösen. Das Biskuit nun von der Längsseite her einrollen (zusammen mit dem frischen Backpapier), so auskühlen lassen.

Den Vollrahm ebenfalls steif schlagen und den Erythrit in Pulverform dazu sieben. Anschliessend den Magerquark zufügen. Alles miteinander vermischen und kühl stellen. Die Erdbeeren mit der Minze vermischen und die Kuchendeko vorbereiten.

Das Biskuit entrollen, mit der Quark-Rahmmasse bestreichen. Dabei an der einen Längsseite einen Rand von ca. 2 cm frei lassen. Die mit Minze marinierten Erdbeeren gleichmässig darauf verteilen. Jetzt kann die Roulade eingerollt werden, beginnend an der Längsseite ohne freien Rand.

Zum Schluss die Enden jeweils schräg oder gerade anschneiden und nach Wunsch dekorieren. Durch das Kühlstellen vor dem Verzehr wird die Füllung schön fest. Der Kuchen kann aber auch sofort genossen werden.

Tipps:

  • Wer gerne eine grasgrüne Roulade möchte, nimmt einen entsprechend farbig, intensiven Matcha. Ich habe mich hier für einen mit Minze-Aroma entschieden. Das harmoniert geschmacklich sehr schön, verleiht aber nicht eine allzu intensive Farbe.
  • Für das Stürzen des Biskuits verwende ich immer ein zweites Blech.
  • Wer es noch zitroniger mag, gibt die geriebene Schale in die Füllung anstatt in den Biskuitteig

Kinder: Matcha ist koffeinhaltig und deshalb für Kinder als Getränk nicht geeignet. Die Portion Matcha, die hier verbacken wurde entspricht in etwa derjenigen, die zur Herstellung eines Tee’s benötigt wird. Weil sie sich in der Roulade auf 12 Stücke verteilt, ist das für mich in Ordnung. Wer das nicht möchte, kann das Rezept auch ohne Matcha backen.

 

Nächste Woche gibt’s eine Idee für ein zuckerfreies Geschenk aus der Küche inklusive Basteltipp. Perfekt für Kinder.

2 Comments

  1. Dominique 22. Mai 2017 at 16:16

    Mhhmm.. sieht lecker aus! 🙂 Bin nämlich immer noch auf der Suche nach Rezepten, bei denen ich mein Matcha-Pulver verwenden kann.

    1. runningmami 22. Mai 2017 at 17:19

      Liebe Dominique

      Dann viel Spass beim Ausprobieren 😉

      Grüsse
      Anita

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