Ein Hoch auf den Staubsauger!

Es gibt da in meinem Leben einen heimlichen Freund und Helfer. Ja, ehm nein. Die Rede ist hier jetzt nicht von der Polizei. Zumindest stand die noch nie bei mir an der Tür und bot mir an, die Wäsche zu waschen, die Gschirri auszuräumen oder sonst im Haushalt behilflich zu sein. Wobei ja, die Wäsche erledige ich sowieso nicht selbst. Das macht bei uns (mehrheitlich) Schatz.

Aber item. Mein heimlicher Freund ist rot, hat Energieeffizienz AAA, integriertes Zubehör, einen HEPA-Filter (keine Ahnung was das ist, tönt aber gut, gälled) und einen 15 Meter-Aktionsradius. Neidisch, he? Und er hat einen Namen. Er heisst Franz-Heinrich. Ich korrigiere: er hiess so.

Die Rede ist von meinem Staubsauger. Zu Beginn unseres Kennenlernens, fehlten mir und seinen Artgenossen die gegenseitigen Sympathien. Das lässt sich damit erklären, dass ich früher daheim IMMER staubsaugen musste. Immer ich! Öhm ja, ihr kennt die Sache mit der subjektiven Wahrnehmung, nicht?

Dann kam der Wandel: mein Kind begann, selbst zu essen.

Alle, die Kinder haben wissen, was ich meine. Für alle anderen oder diejenigen mit perfekten Kindern: wenn ein Kind beginnt, alleine zu essen ist das mega, mega toll und ein grosser Entwicklungsschritt. Und irgendwann – so ein, zwei Jahre später – bringt‘s wirklich Entlastung ins Elternleben. Aber zuerst führt es dazu, dass nach jeder Mahlzeit (Zmorge, Znüni, Zmittag, Zvieri, Znacht und auch Zwüschine) der Boden einem Schlachtfeld gleicht. Das muss dann von Mama oder Papa auf den Knien, bewaffnet mit Bäseli, Schüfeli und einem Lumpen beseitigt werden. Oder eben alternativ und gäbiger mit dem Staubsauger. Immer. Am aller Geilsten ist Reis.

Irgendwann, so mit eben plus/minus 3 Jahren, wird das mit der Esserei zwar ein bizi besser. Aber ein Ende ist nicht in Sicht. Kinder sind da kreativ: Sand – all over Sand, Wundertüten in Form von gefüllten Gummistiefeln, ausgeleerte Mini-Deko-Back-Kügelchen (obwohl ich gesagt habe „lass das bitte stehen“), gekipptes Nägelipulver (Nelkenpulver), mit Erde beladene Bobbycar-Anhänger, die in der Stube entleert werden. Die Aufzählung könnte beliebig fortgesetzt werden. Vom Nägelipulver hat man übrigens wirklich nachhaltig etwas, für alle, die das schon immer mal wissen wollten.

Und der Staub. Gut, das hat jetzt nichts mit den Kindern so direkt zu tun, aber er ist allgegenwertig. Schlimmer noch als der Sand. Und ich werde ihm nicht Herrin. No way! Immerhin bin ich damit nicht alleine. Jedenfalls nicht, wenn ich den Fluch-Tiraden meiner Freudinnen diesbezüglich glauben darf, die wie auf Kommando kommen, wenn das Wort „Staub“ schon nur gedacht wird.

Der langen Rede kurzer Sinn: ohne Staubsauger geht es nicht. Luxusproblem hin oder her. Wir wurden also zwangsläufig Freude, dicke Freunde. Richtig enge Kumpels, sozusagen. Unser Zusammensein wurde so intensiv, dass ich meinem Staubsauger einen Namen gab.

Letze Woche dann das jähe Ende. Er war schon länger etwas mitgenommen. Wer kann’s ihm auch verdenken. Den Todesstoss versetzte ihm dann aber Kleiner, als er den Stecker schräg aus der Steckdose zog und diesen komplett verbog.

Zeit für lange Abschiede hatten wir leider keine. Einen Tag ohne Staubsauger – ein No Go im Hause Running-Mami!

Wir haben jetzt Martha-Elisabeth. Sie ist ist schwarz und hat sogar noch ein paar zusätzliche Special’s wie eine Hartbodendüse und ein Parksystem. Kann frau nicht meckern. Und das Beste, das Zubehör ist (noch) komplett.

Frohes Putzen allerseits 😉

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Foto: © studiostoks / Fotolia

2 Comments

  1. Christiana 8. September 2017 at 22:16

    Oh herrlich zum lesen. Danke für den Schmutzler am Ende des „Staubsaugerintensiven“ Tages.

    1. runningmami 9. September 2017 at 05:58

      Danke für deinen Kommentar, liebe Christiana.

      Grüsse
      Anita

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