#sportlichemamis: Melanie – die Veloverrückte

Letzte Woche hat uns sportymum.net Stefanie ein paar Tipps gegeben. Nachlesen kannst du diese hier.

Dieses Interview zu meiner Reihe #sportlichemamis kommt von Melanie. Sie hat den Sport erst Anfang dieses Jahes so richtig entdeckt und seit dann gut 20 Kilo abgenommen.

Warum Sport für sie heute einfach dazu gehört, wie es dazu kam und wie sie Sport und Familie kombiniert, hier erfahrt ihr es.

STECKBRIEF

Wie alt bist du: 35 Jahre

Mit wem lebst du zusammen: Mit meinem Ehemann Daniel, meinen beiden Töchtern Nora und Nina und 2 Katzen

Wie alt sind deine Kinder: 7 und 4,5 Jahre

Welchen Sport betreibst du: Joggen, Radfahren (E-Bike) und Muskelaufbau

Seit wann schon: Joggen und Muskelaufbau seit Januar 2017, Radfahren seit 2 Monaten

Wie oft und wie lange trainierst du pro Woche: 3-4 x in der Woche (Joggen 30 Min. / Radfahren 2-3 Stunden / Muskelaufbau 30 Min.)

Dein persönliches Sporthighlight bisher: Mein neues E-Bike und die damit verbundene Radtour mit meinem Bruder. Ich hatte vor Kurzem auf einer Radtour ein eindrückliches Erlebnis, welches mir immer noch nahe geht. Ich hatte seit langer Zeit wieder das Gefühl zu leben, ich habe die Natur so intensiv erlebt, gerochen und wahrgenommen. Dieses Gefühl, ich kann es gar nicht richtig beschreiben, verankerte sich ganz tief in mir.

Wenn du erwerbstätig bist, mit welchem Pensum:  50% als dipl. Pflegefachfrau HF

 

Hallo Melanie, toll dass du Teil dieser Serie bist. Du hast Anfang dieses Jahres begonnen Sport zu treiben, einige Kilos verloren und mir erzählt, dass der Sport für dich nun kaum mehr wegdenkbar ist. Was ist deine liebste Sportart und was macht die Faszination aus?

Meine liebste Sportart ist das Velofahren. Dabei fühle ich mich unbeschreiblich frei und leicht.

Du hast zwei Kinder, die seit diesem Sommer beide schulpflichtig sind. Hast du jetzt mehr Zeit für sportliche Aktivitäten als vorher? Und wie integrierst du den Sport sonst in deinen Alltag?

Ich habe seit der Einschulung unserer Kleinen definitiv mehr Zeit für Sport. Weil ich jeweils an 3 Vormittagen in der Woche von 08.15h-12.00h kinderfreie Zeit habe.

Ich begleite meine kleine Tochter in den Kindergarten und gehe entweder direkt von dort aus eine Runde ohne Zeitdruck Joggen oder mache eine ausgiebige Velotour.

Ansonsten muss ich warten bis mein Mann zu Hause ist und gehe dann Sport machen. Oder ich gehe, wenn die Kids auswärts schlafen (1-2 x wöchentlich), mit meinem Mann joggen.

Was ist dein persönlicher Tipp an Mamas, die bisher eher unsportlich waren und damit beginnen wollen? Wie war dein Anfang?

Mein persönlicher Tipp? Zieht es durch. Auch wenn ihr keine Lust habt, müde seid oder welche Ausrede euch auch immer in denn Sinn kommt (lacht). Nach dem Sport fühlt ihr euch gut und frisch, zieht es solange durch, bis ihr nicht mehr ohne Sport sein könnt. Es ist sehr motivierend, wenn ihr eure Fortschritte seht.

Zieht es durch.

Mein Anfang war harzig. Ich hatte oft eine Ausrede, war unmotiviert oder fühlte mich zu müde, um mich sportlich zu betätigen. Dabei war es nur der innere Schweinehund, der mir das Leben schwer machte. Schliesslich ist es viel bequemer, auf dem Sofa zu sitzen (lacht wieder).

Ich zog es aber durch, danach fühlte ich mich jedes Mal gut und fit. Und mit jedem Kilo weniger, das ich mit mir herumtrage, fühle ich mich noch besser.

Für viele Frauen, gerade Mütter, sind oft Zeit und Müdigkeit die Killer für sportliche Aktivität. Wie motivierst du dich, wenn du mal keine Lust zum Spörteln hast oder lieber chillen möchtest?

Wie gesagt, ich denke mich in das Gefühl hinein, welches ich jeweils nach dem Sport habe. Die freigesetzten Endorphine verleihen mir ein tolles Gefühl. Nach dem Sport bin ich nicht mehr müde, habe Energie und bin zufrieden. Zudem muss ich sagen, dass ich mich mittlerweile nicht mehr motivieren muss Sport zu treiben. Es ist eher umgekehrt. Wenn ich mich 2 Tage sportlich nicht betätige, werde ich kribbelig und nervös.

Du hast über 20 Kilos verloren seit Anfang dieses Jahres. Glaubst du, dass das aktivere Leben und die vermehrte Bewegung dazu beigetragen haben?

Definitiv. Der Sport unterstützt meinen Gewichtsverlust positiv.

#mamismachensport Melanie die Veloverrückte
Ein neues Körpergefühl: nicht nur äusserlich, auch innerlich ändert sich viel.
Dein Leben hat sich sehr verändert und du lebst heute einen ganz anderen Lifestyle als früher. Was gehört für dich nebst dem Sport noch dazu, dass du dich wohl fühlst in deiner Haut?

Ein schönes Zuhause und schöne Kleidung. Die kann ich mir mittlerweile nämlich wieder kaufen. Und Lippenstift, welchen ich in diversen Farben besitze. Hört sich alles oberflächlich an, ist aber die Wahrheit (lacht).

Und natürlich eine gesunde, ausgewogene und möglichst zuckerfreie Ernährung.

Zum Schluss eine letzte Frage: Stell dir vor, du könntest einen ganzen Tag nur nach deinen Wünschen gestalten. Keine Verpflichtungen, keine Termine und Geld spielte keine Rolle. Wie würde dein Tag aussehen?

Ein Tag Auszeit. Ich würde mit dem 1. Flug nach Ibiza reisen. Würde den Hippy Markt besuchen und mich in diese spezielle, freie Atmosphäre einlullen lassen. Danach an den Strand liegen und mir den Sand zwischen den Zehen durchrieseln lassen, versuchen jedes einzelne Sandkorn zu spüren. Im Meer baden gehen, die Meeresluft gaaaanz tief in meine Lungen saugen und mir wünschen, dass die Zeit für einen Moment still stehen bleibt. Den Sonnenuntergang geniessen und danach wieder nach Hause fliegen.

Liebe Melanie, herzlichen Dank für deine Offenheit und dafür, dass du an dieser Reihe teilgenommen hast. Deine Geschichte kann für viele Frauen sehr motivierend sein. Ich wünsche dir weiterhin viel Spass beim Sport und vielleicht schaffen wir es demnächst mal auf eine gemeinsame Joggingrunde ;-).

Du bist ebenfalls Mama und Sportlerin und könntest dir vorstellen, ein Teil der Interviewreihe #sportlichemamis zu werden? Sehr cool! Dann melde dich am Besten gleich via Kontaktformular oder schreiben mir an anita(ät)runningmami.ch.

 

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