#sportlichemamis: Yavi – die Vielseitige

Heute folgt das vierte und somit (vorerst) letzte Interview dieser ersten Runde #sportlichemamis auf dem Blog. Die Reaktionen auf die Reihe waren sehr positiv und ich freue mich deshalb, die Serie weiterzuführen und damit hoffentlich weiter zu motivieren. Die nächsten Interviewpartnerinnen sind schon bereit. Die Details noch in Planung, aber bleibt dran;-). Und falls du selbst Lust hast mitzumachen: melde dich doch bei mir (Kontaktformular oder anita(ät)runningmami.ch).

Jetzt aber könnt ihr Yavis Interview lesen. Yavi bloggt bei mamamoves.de zu den Themen Baby, Piceps und Brownies. Sie ist frischgebackene 2-fach Mama und eine sehr vielseitige Sportlerin, die auch über Ernährungsthemen bestens Bescheid weiss. Ihre Rezepte sind absolut genial und oberfein, genauso, wie ihre Tipps! Das Reinlesen bei ihr lohnt sich immer.

STECKBRIEF

Wie alt bist du: 31

Mit wem lebst du zusammen: Mit meinem Mann und meinen zwei Kindern

Wie alt sind deine Kinder: 2 Jahre (Lias) und 3 Wochen (Leonas)

Welchen Sport betreibst du: Kraftsport / Bodybuilding, Hiit, Laufen

Seit wann schon: ca. 12 Jahren

Wie oft und wie lange trainierst du pro Woche: 4 x die Woche á 60 Minuten

Dein persönliches Sporthighlight bisher: Meine Workouts mit Lias am Wasser in seiner Geburtsstadt Edinburgh

Wenn du erwerbstätig bist, mit welchem Pensum: Selbständig in Vollzeit

 

Liebe Yavi, ich freue mich wirklich sehr, dass auch du Teil dieser Reihe bist. Du betreibst seit 2016 deinen eigenen Fitness und Lifestyle Blog und das mit viel Erfolg. Wie kam es dazu, was ist deine Motivation?

Ungefähr im fünften Monat meiner ersten Schwangerschaft begann ich, meine Workouts, gesunden Rezepte und Fitnesstipps bei Instagram zu teilen und habe schnell gemerkt, dass ein großes Interesse an dem Thema „Fit mit Babybauch / Kind“ besteht. Ich glaube, gerade WEIL es nicht um gemütliche Schwangerschaftsgymnastik ging, sondern intensiveres Kraft- und Bodyweighttraining. Und irgendwann bot Instagram einfach nicht genug Platz, um in die Tiefe zu gehen und Details aus meiner Fitness-Philosophie zu zeigen! Da ich außerdem als studierte Germanistin viele Jahre als Journalistin und Redakteurin gearbeitet habe, wollte ich sowieso wieder mehr schreiben und mit einem Blog ins Berufsleben zurückkehren. Und so fing ich an, kurz nach Lias’ Geburt mama-moves.de aufzubauen und den Blog zu meinem Hauptmedium zu machen.

Du hast gerade eine Schwangerschaft hinter dir. Wie hast du während der Schwangerschaft trainiert und wie nimmst du dein Training wieder auf?

Ich habe ähnlich trainiert, wie vor den Schwangerschaften, nur mit reduzierten Gewichten und weniger Intensität und Umfang. Also seltener, moderater und ich würde sagen, intuitiver. Sprich: Ich habe immer genau auf die Signale meines Körpers gehört, das Training ausfallen lassen, wenn ich mich nicht gut fühlte, bestimmte Übungen gestrichen, wenn sie unangenehm waren, langsamer gemacht, wenn es zu anstrengend wurde. Ansonsten bin ich beim Krafttraining mit freien Gewichten, lockerem Hiit und Laufen geblieben und habe so trainiert, wie es mir gut tat und Spass gemacht hat!

#sportlichemamis: Yavi - die Vielseitige
© mama-moves.de / Yavi Hameister
Wann hast du Zeit für dein Training und wie organisierst du dich mit den Kindern?

Mein zweijähriger Sohn geht in die Kita, also bin ich bislang immer für eine Stunde ins Studio gefahren, nachdem ich ihn weggebracht hatte. Ausserdem hat unser Fitnessstudio eine ganz tolle Kinderbetreuung, sodass wir auch mal am Wochenende als Paar Sport machen konnten und Lias in der Zeit mit anderen Kindern spielte. Nun habe ich seit drei Wochen einen Säugling und muss mich bald neu organisieren. Da werde ich es so machen, wie damals bei Lias: einige Wochen noch pausieren, da ich mit der Rückbildung noch nicht begonnen habe und außerdem einen Kaiserschnitt hatte, dann schnalle ich mir Leonas im Tragetuch vor die Brust, lege ihn auf die Decke neben meiner Sportmatte oder in die Wippe, in der auch Lias immer lag, wenn ich zuhause trainierte. Das hat wunderbar funktioniert und das Beste war: das Kind hatte ebenfalls Spass, wenn Mama vor ihm herumgehüpft ist! Und wehe, ich hatte aufgehört, dann hat Lias gemeckert und ich war motiviert, weiterzumachen. Ich habe außerdem einen Runner, sodass ich meine täglichen Spaziergänge irgendwann zu Laufeinheiten machte – allerdings sollte das Baby laut Hersteller dann schon ca. 9 Monate alt sein. Im nächsten Sommer packe ich den Runner also wieder aus. Ich versuche darüber hinaus, im Alltag generell aktiv zu bleiben, Erledigungen möglichst zu Fuss zu machen, Treppen zu nehmen, keine Umwege zu scheuen, mit meinem Sohn zu toben, Kisten und Einkaufstüten zu schleppen… Jeder Schritt zählt!

Jeder Schritt zählt!

Was empfiehlst du Mamas mit kleinen Kindern – die bisher nicht viel oder gar keinen Sport gemacht haben und damit beginnen möchten – für einen Einstieg in ein fitteres Leben? Gibt es Motivationstricks?

Oh ja! Mein liebster Trick und das schon seit Jahren: Sportklamotten direkt nach dem Aufstehen anziehen und erst wieder ausziehen, wenn mindestens 30 Minuten lang trainiert wurde. Meinetwegen auch gestückelt – zwischen Kochen, Wäsche und Wickeln oder beim (Zähne-) Putzen, Kinderzimmeraufräumen und Spielen! Schon allein das Tragen der Sportklamotten motiviert und gibt uns das Gefühl, fit und sportlich zu sein und deshalb schwöre ich auf diese Strategie. Und was das Training angeht: Kind in den Kinderwagen packen und unterwegs ein paar Übungen machen. Oder: Fahrradtouren machen. Oder: Mit YouTube zuhause trainieren. Optimal: Im Fitnessstudio mit Kinderbetreuung anmelden. Auch: Mama-Kind-Sportkurse besuchen und in der Gruppe Motivation finden. Hach, es gibt so viele Möglichkeiten!

#sportlichemamis: Yavi - die Vielseitige
© mama-moves.de / Yavi Hameister
Gesunde Ernährung ist für dich wichtig. Worauf legst du besonderen Wert? Wie wichtig denkst du, ist die Ernährung im Zusammenhang mit Sport? Und, was ist deine liebste Nascherei, verrätst du mir ein Lieblingsrezept von deinem Blog?

Ich habe viele Jahre viele schlimme Ernährungsfehler begangen und meinen Körper mit furchtbar gefährlichen Diäten sehr krank gemacht. So krank, dass ich temporär unfruchtbar war und beide Kinder nur mithilfe von Hormonen bekommen konnte. Ich lege heute deshalb besonderen Wert auf Vielseitigkeit und eine ausreichende Kalorienzufuhr. Ich setze mir keine Verbote mehr, esse alles, was ich mag und möchte, aber in Massen und hauptsächlich gesund. Sprich: Viel Obst und Gemüse, Vollkorn statt Weissmehl, gute Fette und Öle, meide industriellen Zucker und Fertigprodukte. Ich esse nicht nach der Uhr oder nach einem strikten Ernährungsplan, sondern intuitiv, also dann, wenn ich Hunger habe und versuche aufzuhören, wenn ich satt bin. Natürlich hat Ernährung einen grossen Einfluss auf sportliche Leistungen und die körperliche Optik, aber das ist ein so umfangreiches Thema, dass das hier nicht mal eben angerissen werden kann. Meine Lieblingsnascherei sind definitiv selbstgemachte Kuchen (ich bin ein leidenschaftlicher Kaffee-Kuchen-am-Nachmittag-Geniesser!) und ich kann mich kaum entscheiden, welches Rezept mein liebstes ist! Mein Alltime-Favorite ist aber vermutlich alles, wo Kakao und Zucchini drin ist, zum Beispiel in diesem Brownie. Und das Rezept, was bei den Lesern bisher am besten angekommen und vermutlich am häufigsten nachgemacht wurde, ist mein Low Carb Käsekuchen, der wirklich sehr sehr köstlich ist.

#sportlichemamis: Yavi - die Vielseitige
© mama-moves.de / Yavi Hameister
Zum Schluss eine letzte Frage: Stell dir vor, du könntest einen ganzen Tag nur nach deinen Wünschen gestalten. Keine Verpflichtungen, keine Termine und Geld spielte keine Rolle. Wie würde dein Tag aussehen?

Ausschlafen und mit der ganzen Familie im frisch duftenden Bett aufwachen. Am liebsten in einem Haus am Meer mit weissem Traumstrand und wenigen Menschen. Cappuccino + Pancakes mit Ahornsirup und Haselnuss-Krokant. Kinder halten mittags ein langes Schläfchen. Massage, Musik und ein Buch für Mama. Papa liegt daneben. Ein gemeinsames, aber kurzes Workout. Ein eiskalter, schaumiger Vanille-Proteinshake gleich hinterher. Dann Kinderzeit: Toben, Planschen, Entdecken, Kuscheln. Keine Uhren. Abends Pizza oder Steak mit den Füssen im Sand. Live-Musik, warmes Licht, frische Luft. Zufriedenheit, Gesundheit, Sorgenfreiheit und Balance stets an unserer Seite. Und bevor wir uns zu unseren Kids ins Bett kuscheln, gibt’s für uns noch ein Weinchen, am liebsten mit guten Freunden oder notfalls Netflix, und ganz sicher Hand in Hand und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Voller Vorfreude auf den nächsten Morgen, ganz egal, was er bringen mag.

Liebe Yavi, herzlichen Dank für dein Mitmachen hier bei dieser Reihe, deine Offenheit und die vielen tollen Antworten und Tipps. Besonders die Schilderungen deines Wunschtages lassen mich direkt selbst ins Träumen verfallen. Ich wünsche dir alles Liebe und freue mich darauf, dich bald wieder in deinem Blog zu lesen.

Titelbild: © mama-moves.de / Yavi Hameister

2 Comments

  1. Caro 20. Oktober 2017 at 13:07

    Danke für das tolle Interview! Ich habe da ein paar gute Tipps mitgenommen für die Zeit während und nach der Schwangerschaft, das ist sehr wertvolle! Liebe Grüße von Caro!

    1. runningmami 20. Oktober 2017 at 13:51

      Liebe Caro

      Das freut mich, zu lesen. Vielen Dank für deinen Kommentar.

      Herzlich
      Anita

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