Trainingseinstieg leicht gemacht?

Puh, ich habe es befürchtet und das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass ich mich mit dem Start ins Training etwas schwer getan habe, emel im Kopf. Ich finde es eben furchtbar, wenn ich so richtig kämpfen muss. An die Grenzen gehen, ja gerne. Kämpfen, um meine normale Zeit überhaupt halten zu können oder atmen wie ein alter Ackergaul, nein danke!

Nachdem ich nur bis Mitte Dezember überhaupt trainieren konnte, danach wegen einer kleinen Operation out war und mich dann, als ich wieder hätte starten können, zuerst die Grippe und dann eine Blasenentzündung heimsuchten, waren es nun fast zwei Monate ohne Sport. Ja, das würde ich beim Wiedereinstieg spüren, soviel dürfte klar sein.

Spass muss die 1. Prio haben

Ich bin Hobbyläuferin, ja. Der Spass, der Genuss und die positiven Nebeneffekte vom Jogging stehen an erster Stelle. Aber dennoch habe ich meine Ziele. Vor einem Jahr habe ich begonnen, an Volksläufen teilzunehmen und das möchte ich unbedingt auch in diesem Jahr tun. Der erste Lauf ist der in Kerzers im März 2017. Letztes Jahr war dies mein erster Lauf überhaupt und deshalb hat er für mich irgendwie eine spezielle Bedeutung. Damals lief ich die 5-km-Strecke. Dieses Jahr sollten es eigentlich die 15 km werden.

Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass die Anmeldefrist bald abläuft und ich bin mir noch immer nicht schlüssig. Eigentlich hätte ich damit gerechnet, einen Monat früher wieder ins Training einsteigen zu können und nun wird es wirklich knapp mit diesen 15 km. Weil ganz ehrlich: wenn ich eine solche Stecke laufe, möchte ich es halt einfach in einer einigermassen tollen Zeit schaffen. Wenn ich zwei Stunden dafür brauche und dazu noch einen riesen Kampf habe, stinkt mir das. Dann lasse ich es lieber.

Und dann los

Nachdem ich zweimal kurz auf meinem nicht sehr komfortablen und nur für Notfälle angedachten Laufband zu Hause für 20 Minuten lief, stieg ich vergangene Woche wieder ein. Ich habe es mir gar nicht so richtig überlegt, sondern einfach am Dienstagmorgen die Sporttasche gepackt und sie mit ins Büro geschleppt, für eine Runde über Mittag.

Es war für mich gerade genug, nach fast 2 Monaten ohne Jogging direkt wieder mit 10 km einzusteigen. Es hat mich ziemlich gefordert – was ganz deutlich am ein oder anderen Kommentar  über die Farbe meines Kopfes nach dem Training erkennbar gewesen ist. Ich habe mit dem Schlimmsten gerechnet, dem ärgsten Muskelkater, schweren Beinen und Müdigkeit. Erfreulicherweise blieb das alles aus. YAY!

Es folgten ein zwei weitere Trainings, eines mit Kinderwagen, die schon wieder ganz ordentlich liefen. Immer wieder staune ich über meinen Körper. Wie schnell er ab- aber eben auch wieder aufbaut.

Meine Running-Challenge und der Ansporn

Meine grösste Challenge beim Running ist nicht die, die ich von vielen andern Müttern oft zu hören bekomme: sich überhaupt dazu auf zu raufen. Viel mehr fehlen mir oft die Zeitfenster dazu und ich muss mir meine Zeiten für’s Rennen erkämpfen.

Ansporn liefern ausserdem zwei paar neue Laufschuhe. Auch wenn ich meinem 35. Geburtstag in ein paar Tagen nicht nur mit Freuden entgegensehe und ich mich manchmal wirklich frage, wo die Jahre hin gegangen sind, so hatte sein Anstehen diesmal einen Vorteil. Ich konnte mich eben kaum entscheiden, welches der beiden Paare die ich mir zur Anprobe bestellt habe, ich nun behalten soll und Schatz war noch auf der Suche nach dem passenden Geschenk. Das macht mich nun zur stolzen Besitzerin zweier neuer Paare Laufschuhe der Marke Asics und zumindest die einen, die ich nicht nur beim Staubsaugen sondern in echt schon beim Rennen ausprobieren konnte, belaufen sich himmlisch.

Es steht meinem Training also nichts mehr im Wege und so bleibt’s jetzt hoffentlich auch. In dem Sinne: Ja, Trainingseinstieg leicht gemacht und bei euch?

1 Kommentar

  1. Saisonstart und die Sache mit den Anforderungen an sich selbst – Running-Mami Blog 19. März 2017 at 11:38

    […] mich in letzter Zeit gelesen hat weiss, dass ich dank einiger Viren und Bakterien nach einem tollen Trainingseinstieg nach der Operation im Dezember, die letzten 4 Wochen kein einziges Training machen konnte. Erst […]

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