GP von Bern und m(k)ein Trainingsplan

Oder die schönsten 10 Meilen der Welt, um den Slogan des Veranstalters zitieren zu dürfen. Den zumindest ich für mich sofort unterschreiben täte. Gerade eben habe ich angemeldet für den GP von Bern. Fast schon just in time könnte man dazu sagen.

Nein, solche kurzfristigen Aktionen sind eigentlich genau nicht mein Ding.

Doch: die Zuckerfrei-Challenge und der Familienalltag forderten ihren Tribut in den letzten Wochen, so dass der Sport zu kurz kam. Und das ist denn auch der Grund, weshalb ich die Anmelderei vor mir hergeschoben habe.

Der Plan

Geplant wäre gewesen, dass das Jahr 2017 MEIN Jahr würde in Sachen Running. Regelmässiges Training, kleine Steigerung gegenüber dem Vorjahr, fit sein und vielleicht endlich den Halbmarathon anpacken.

Dann haben mir einige gesundheitliche Probleme bei den Kindern und mir, mit allem was da so dazu gehört – you know? – einen dicken, fetten und von Viren und Bakterien besetzten Strich durch den Trainingsplan gemacht.

Ich nutzte zwar alle Gelegenheiten für eine Joggingrunde, aber es brauchte viel Energie. Einen vernünftigen Trainingsplan konnte ich nicht einhalten. Dieses leichte, lockere Rennen, das ich so mag, war’s jetzt definitiv eine lange Zeit nicht. Nach jeder Unterbrechung merke ich, dass die ersten Trainings wieder viel schwerer fallen. Und ja, gerade wenn man sich auf einen Wettkampf vorbereitet, kostet das auch wertvolle Zeit.

Die Gründe

Das Projekt zuckerfrei hat mir viele positive Erkenntnisse gebracht. Ich habe das Gefühl, teilweise eher knapp genügend gegessen zu haben. Das liegt daran, dass ich es noch nicht ganz verinnerlicht habe und mir teilweise die schnellen Alternativen fehlten. Was auch völlig ok ist. Veränderungen brauchen Zeit und eine Anlaufphase. Für ein anständiges Training unter ohnehin schon erschwerten Umständen musste ich jedoch feststellen, ist das nicht ganz optimal kombinierbar. Für den Sport brauche ich keinen zugesetzten Zucker, aber natürlich Energie. Und da habe ich den Dreh noch nicht 100%ig raus. Wenn mir also jemand Tipps hat, immer her damit.

Letzte Woche war ich wieder vier Mal unterwegs, wenn auch nur kurze Strecken. Die Woche davor hatte Kleiner schlechten Schlaf. Nach drei mehr oder minder schlaflosen Nächten musste ich meine Energien anfangen einzuteilen. Die Zeit mit den Kindern, das pünktliche Mittagessen, die Ostervorbereitung und schlussendlich mein Job gehen dann einfach vor. In solchen Situationen bin ich froh, wenn ich all das noch einigermassen und ohne gröbere Nervenzusammenbrüche hinbekomme, hüstel.

Das Training

Dennoch konnten wir vor zwei Wochen einen Lauf über knapp 13 Kilometer mit einigem an Steigungen unter die Füsse nehmen und waren nach 1.24h wieder zu Hause. Das hat mich beruhigt, denn es scheint noch irgendwo in mir zu stecken.

Ich behalte dabei zwar im Auge, dass der GP dann noch etwas über 3 Kilometer länger dauert und weiss seit dem letzten Jahr, dass diese letzten Kilometer nicht unterschätzt werden dürfen. Dennoch freue ich mich nun wirklich sehr darauf.

Der GP für mich

Der Lauf ist wirklich einer der Schönsten, die ich bisher gelaufen bin. Nicht nur die abwechslungsreiche Stecke, auch die Stimmung, die Menschen, die kleinen Events am Strassenrand – ja es ist etwas ganz speziell Tolles in Bern! Es war im vergangenen Jahr mein allererster Lauf dieser Distanz und ich hatte ein unheimliches, unbeschreibliches Glücksgefühl, als ich tatsächlich im Ziel eingetroffen bin. Darauf wegen ein paar schlafloser Nächte jetzt dieses Jahr verzichten? Nein, auf gar keinen Fall!

Und: es ist ja noch nicht aller Tage Abend. Viel viel schneller werde ich nun in den letzten vier Wochen wohl nicht mehr. Aber dennoch sollten noch zwei, drei längere Runden, zwei oder drei Intervalltrainings und ein paar gemütliche Runden drin liegen. Auf einen festen Trainingsplan werde ich verzichten. Momentan könnte mir der mehr schaden als nützen.

To-do-Liste

Das Einzige, was ich unbedingt noch testen muss ist meine Verpflegung. Die wurde mir im vergangenen Jahr übelst zum Verhängnis. Besonders auf den letzten beiden Kilometer. Da war der Tank einfach leer.

Ich dachte an Gels oder Riegel und werde das demnächst sicherheitshalber noch im Training ausprobieren.

Was sind eure Pläne für nächste Wettkämpfe, worauf trainiert ihr gerade und wie geht ihr es an? Oder geniesst ihr den Sport einfach so für euch, als Ausgleich? Schreibt mir doch einen Kommentar, ich freue mich von euch zu lesen.

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1 Kommentar

  1. Mami, das hani nid gärn! – Running-Mami Blog 10. Mai 2017 at 06:02

    […] auch auf ein Fertigprodukt zurück, wenn’s mal pressiert oder gehe sogar zu Mc Donald’s, wie du hier nachlesen kannst. Auch Süssigkeiten gibt’s im Hause Running-Mami. Aber das alles soll nicht die […]

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