#gutgemacht – sind Mütter Superheldinnen?

Séverine alias Mama on the Rocks hat zur Blogparade #gutgemacht eingeladen. Es geht darum, was Mütter finden, gut zu machen. Sie will wissen, was die #hacks anderer Mamas sind und wo vielleicht doch eher der Wurm drin ist, oder härter, wir #verschissen haben.

#hacks

Ich könnte euch nun erzählen – und das ist im Fall auch wirklich wahr – dass ich finde es gut zu machen, meinen Kindern aufzuzeigen und vorzuleben, was für mich ein gesunder Lebensstil ist. Sie wissen, dass Zucker böse und Gemüse gesund ist. Sie bekommen mit, dass zu einem healthy Lifestyle auch regelmässige Bewegung gehört. Sie wissen, dass im Alkohol Tüüfeli drin sind und dass man gut zu sich schauen soll. Natürlich gelingt das alles auch mir nicht immer – besonders Letzteres, hüstel. Aber he, nobody is perfect. Ich bin davon überzeugt, dass da was hängen bleibt, auch wenn sich das nicht sofort zeigt weil:

#verschissen

und dann könnte ich euch erzählen, dass ich meistens die Einzige am Tisch bin, die das ganze Gemüse frisst isst. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es mit Handständen und Engelzünglein, dass die Jungmannschaft vielleicht, vielleicht ein birebizi probiert. Wobei Aufwand und Vitamin-Mineralstoff-Nutzen in keinem Verhältnis stehen. Und was die sofortige Frage auslöst, ob sie dafür (!) nach dem Essen etwas aus der süssen Büchse – ja, mit bösem Zucker – haben dürfen. Das wiederum wirft die Frage in mir auf, gopf, woher kommt dieses „wenn, dann“? Ich bin pro bedürfnisorientiert, mag Beziehung lieber als Erziehung und von Strafen und positiver Verstärkung halte ich in etwa so viel, wie von diesen vibrierenden, massierenden Bauchgurten aus der Reklame. Die, die ein Sixpack ohne Training für öpe 90 Fränkli versprechen, wtf!?!

Worum es wirklich geht

Aber eigentlich geht es doch gar nicht darum. Um diese Bewertung und das Abwägen, was nun gut und was schlecht gemacht wird. Es geht doch an sich darum, ob wir happy sind mit uns selbst und unseren Kindern. Der Familie. Nicht immer, 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche. Versteht sich. Aber so unterm Strich halt. Und ob wir die Fähigkeit besitzen, zu ändern was zu ändern in unserer Macht steht. Um auf der anderen Seite zu akzeptieren, was nicht änderbar ist, zu fluchen und trotzdem das Beste daraus zu machen. Wobei das Beste dabei mal besser und mal schlechter sein oder mal mit mehr und mal mit weniger Motivation erreicht werden kann. Versteht sich auch. Emel bei mir.

Keep it simple

Oft ist #gutemacht alleine schon das Aufstehen am Morgen, nachdem die Nacht hundsmiserabel und die Anzahl geschlafener Stunden nicht der Rede wert waren. Oder der Kuss auf die Stirn meines Grossen, bevor er in den Chinzgi geht. Zwischen herumliegendem Staubsauger, halb ausgeräumter Geschirrwaschmaschine und täubelendem Kleinen. Das Sitzenbleiben auf dem Badezimmerboden vor Kleinem, während er sein Geschäft erledigt – ja, Windeln gehören bei uns jetzt definitiv der Vergangenheit an, #hack. Und weil er das noch nicht alleine möchte, obwohl ich während dessen doch eigentlich noch schnell im Schlafzimmer Staub wischen könnte. Der Nachmittag im Schnee, das Kuscheln auf dem Sofa, das Toben auf dem Bett oder sich das Recht heraus zu nehmen, Me-Time zu beanspruchen und eine Runde joggen oder eine Stunde ins Krafttraining zu gehen. Obwohl das Badezimmer dreckig ist.

Was ist eine Mama-Superheldin

Wenn eine Superheldinnen-Mama eine ist, die mit drei Bällen jongliert, während dessen sie locker, lässig im Vereinbarkeitsspagat sitzt, lächelt und gleichzeitig auf jedem grossen Zeh noch ein rohes Ei traktiert. Ausserdem nebenbei jeden Tag mindestens einmal die Welt rettet, nett zu allen ist und dabei fröhlich singin‘ in the rain trällert, nein, dann ist das Superheldinnentum nichts für mich und auch nichts, das ich mit den Müttern dieser Welt in Verbindung sehen möchte.

Wenn eine Mama-Superheldin jedoch eine ist, die tagtäglich einfach aufs Neue tut was sie eben kann, so gut es eben geht. Dann ja – dann bin ich gerne eine dieser Superheldinnen und dann kann ich mir vielleicht auch mit ein wenig Bewertung auf die Schulter klopfen und mir leise zuflüstern: #gutgemacht ;-).

von giphy.com

Beitragsbild: © fotolia.com / Kakigori Studio – ich hatte gerade kein schönes Bild von mir im Superheldinnen-Kostümchen

2 Kommentare

  1. Burnout und Mutterschaft: wenn Mama nicht mehr kann - Running-Mami Blog 31. März 2018 at 18:15

    […] Frau. Dabei ist sie jung, sportlich und achtet auf ihre Ernährung. Ihr Umfeld sagt, sie sei eine Powerfrau. Eine Träne rinnt über Janas Wange, sie schüttelt den […]

  2. Von Gemüseverweigerern und Nasenrümpferinnen - Running-Mami Blog 3. April 2018 at 12:36

    […] Das jeden Tag. Mindestens einmal warm. Und investiere in viel gutes, frisches (Bio-)Gemüse, das ich schlussendlich dann grösstenteils selbst esse. Natürlich ist dieses Gemüse auch für uns Erwachsene gut und ich lege auch für mich selbst Wert […]

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