Zeichen einer Übersäuerung und was du dagegen tun kannst

Bist du sauer? Viel mehr als nur eine Floskel im täglichen Leben, die den Nagel so zimli auf den Kopft trifft. Wenn dein Säuren-Basen-Gleichgewicht aus dem Lot fällt, fühlst du dich schnell unwohl in deiner Haut. Meistens, ohne zu merken woran es liegt. Bist du müde, schlapp, energielos und ein bizeli angepisst vielleicht? Und womöglich nervst du dich über dich selbst, weil es für all das keinen ersichtlichen Grund gibt? Dann könnte das daran liegen, dass du übersäuert bist. Damit bist du in guter Gesellschaft, denn das betrifft wahnsinnig viele Menschen.

Was ist eine Übersäuerung?

Eine Übersäuerung entsteht, wenn der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht kommt. Das heisst, wenn in unserem Körper zu viel Säure ist. Über unsere Atmung, die Verdauung, das Schwitzen etc. versucht der Körper, dieses Säure-Basen-Gleichgewicht zu halten. Das gelingt ihm meistens recht lange, aber irgendwann ist Schluss. Muss er zuviel Säure ausgleichen, kommt er an seine Grenzen. Das ist der Moment, in dem du Anzeichen von Unwohlsein wahrnimmst.

Hier spielt der PH-Wert eine Rolle. Mit seiner Hilfe kannst du messen, ob du sauer bist. Ein Wert von unter 7 bedeutet sauer, alles zwischen 7 und 14 gilt als basisch. Falls du das gerne mal testen möchtest, gibt es Teststreifen dafür zu kaufen. Einmal drüber bisle und du weisst Bescheid. Aussagekräftigere Tests kannst du bei einer Ärztin oder einem Arzt durchführen lassen. 

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Warum übersäuern wir?

Die Frage der Fragen. Denn wer die Antwort kennt, kann (vielleicht ein bizi) vorbeugen.Zum einen gilt einmal mehr: du bist, was du isst. Abgelutschter Spruch, aber wahr! Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die (stark oder schwach) säurebildend wirken und deshalb den Körper übersäuern können. Und, die tendenziell zu oft, in zu hoher Menge in unseren Speiseplänen vorkommen. Neben diesen Lebensmitteln wirken aber auch Stress, negative Gedanken, Sorgen und Ärger säurebildend auf den Organismus. Das zeigt, warum hinter der Fragen „bist du sauer?“ so viel Wahrheit steckt.

Hinzu kommt, dass wir im Allgemeinen viel zu wenig dafür tun, um unseren Körper beim Ausscheiden von Säuren und Schlacken (neutralisierte, im Körper abgelagerte Säuren und Gifte) zu unterstützen. Solche Unterstützung wäre beispielsweise ein gutes Mass an Bewegung und eine basenüberschüssige Ernährung. Aber auch genügend Ruhe, Regeneration und Ausgleich zum stressigen Alltag können helfen.Pinterestbeitrag

Zeichen einer Übersäuerung und was du dagegen tun kannst

Zeichen dafür, dass du übersäuert sein könntest

  • Müdigkeit / innere Unruhe
  • unreine Haut, viele Pickel / Cellulitis
  • Infektanfälligkeit / ständiger Schnupfen
  • Antriebslosigkeit und das Gefühl fehlender Energie
  • brüchige Nägel
  • Mundgeruch
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Unwohlsein / sich „angepisst“ fühlen ohne Grund
  • Haarausfall / vermehrte Schuppenbildung
  • Übergewicht und Mühe beim Halten von Gewicht oder beim Abnehmen

Natürlich treten nicht alle Symptome bei allen auf und das gleichzeitig. Wenn du aber einige dieser Symptome bei dir erkennst, ist es auf jeden Fall eine gute Sache, es mal mit einer Basischen-Ernährung zu versuchen.

Und das kannst du gegen die Übersäuerung in deinem Körper tun

Eine erste Massnahme ist sicherlich die Umstellung deiner Ernährung. Hier helfen schon kleine Veränderungen viel. Jeder Schritt in die richtige Richtung zählt. Du musst nicht von jetzt auf sofort alles perfekt machen. Du musst überhaupt nie irgendetwas perfekt machen.Ein wenig mehr Achtsamkeit genügt oft schon.

Diese Lebensmittel gehören zu den Säurebildnern:
  • Fleisch- und Wurstwaren
  • Milchprodukte (Milch, Joghurt, Quark, Käse, Frischkäse etc.)
  • Eier aus konventioneller Landwirtschaft
  • Convenience Food / Fertigprodukte
  • Getreideprodukte/Weissmehlprodukte (Gipfeli, weisses Brot, süsse Teilchen, Cornflakes, Teigwaren, fertige Müesli, Frühstückscerealien usw.)
  • stark verarbeitete Sojaprodukte (Veggiwürste und -aufschnitt etc.)
  • Zucker
  • Alkohol- und koffeinhaltige Getränke (ja, sehr doof)
  • Softdrinks (auch zero-Getränke)
  • Kohlensäure
  • Süssungsmittel und Dicksäfte
Diese Lebensmittel wirken basenbildend auf den Körper:
  • Gemüse (besonders auch Blattgemüse)
  • Früchte
  • Kräuter
  • Salate
  • Kartoffeln
  • Kräutertee

Die Auflistungen sind nicht abschliessend.

Falls du jetzt auf die Idee kommst, dich nur noch von basischen Lebensmitteln ernähren zu wollen, lass mich den Ernährungstrainerinnen-Finger wieder einmal heben. Das macht keinen Sinn! Jedenfalls nicht auf lange Sicht. Denn würdest du das tun, wäre die Ernährung zwar basisch aber einseitig. Mangelerscheinungen würden sich irgendwann zeigen.

Als Anhaltspunkt kannst du dir merken: mit einem Verhältnis von 70% basischen und 30% sauren Lebensmitteln fährst du gut. Ausserdem gibt es Unterschiede bei den sauren Lebensmitteln. Es gibt die grottenschlechten Säurebildner und die guten Säurebildner. Letztere sind absolut wichtig für deine Ernährung und gesund, wohingegen du die Erstgenannten grundsätzlich komplett weglassen könntest, ohne einen Mangel zu bekommen.

Gute Säurebildner sind:
  • Nüsse
  • Getreide wie Dinkel und Kamut / Getreideprodukte wie Bulgour und Couscous
  • Pseudogetreide wie Quinoa, Buchweizen und Amaranth, Hirse
  • Hülsenfrüchte, schwarzer Reis
  • Rohkakaopulver
  • Ölsaaten (Leinsamen, Hanfsamen, Kürbiskerne, Mohn etc.)
  • tierische Produkte aus biologischer Landwirtschaft (in kleinen Mengen)
  • Hochwertige Tofu- und Sojaprodukte (Tempeh, Miso)

Keine Panik!

Du sollst und darfst ein Stückchen Kuchen, mal ein zero Getränk, ein Reiheli Schoggi, einen Cocktail oder sonst etwas von dem „bösen“ Zeug essen oder trinken. Wichtig ist, dass du in deinem normalen Alltag ein bizi schaust. Besonders meiden sollst du Fertigprodukte, stark zuckerhaltige Lebensmittel lässt du am Besten stehen, genauso wie Softdrinks. Und trinke am Besten viel Wasser ohne Kohlensäure oder Kräutertee. Dann verkraften du und dein Körper den Genuss eines stark säurebildenden Lebensmittels ab und zu prima! Und ohne, dass du dabei gleich Symptome einer Übersäuerung zu spüren bekommst, zu nimmst oder deine Abnahme stagniert.

Eine weitere Massnahme zum Stoppen einer Übersäuerung

Übersäuerung und was du dagegen tun kanns

Regeneration, Entspannung und Ruhe. Wir alle leben in einer Gesellschaft, die leider immer noch markant von „noch höher, noch schneller, noch weiter“ dominiert wird. Viele von uns leiden unter einem permanent erhöhten Stresslevel. Es ist wichtig, sich immer wieder Auszeiten zu gönnen und zu nehmen. Es muss nicht die Woche Ferien alleine auf den Bahamas sein – tu’s, wenn du kannst ja. Gerade im Alltag als Mama kann das jedoch auch schon die Tasse Kaffee (oder wie wir jetzt wissen, besser Kräutertee) sein. Ein Bad ganz alleine, eine Runde Jogging oder eine kleine Meditation. Das gilt natürlich genauso für den Alltag im Job. Wir müssen uns einfach ganz bewusst und egal wie viel gerade ansteht, diese kurzen Pausen nehmen. Alles was dann folgt, wird entspannter und ruhiger passieren.

Und mein letzter Tipp

Bewegung! Ich nenne es ganz bewusst nicht Sport. Ich weiss, dass es viele – gerade am Beginn einer Ernährungsumstellung – eher abschreckt als motiviert, wenn ich anfange, von Sport zu reden. Ein Spaziergang ist bereits Bewegung. Umso mehr, wenn du zuvor gar nichts gemacht hast. Natürlich: wer Sport treibt unterstützt damit diesen Vorgang. Allerdings gilt das nur solange, dass der Sport wirklich ausgleichend ist. Ab dem Moment, in dem der Sport zum Leistungsanspruch wird und somit ebenfalls irgendwo Stress bedeutet für den Körper, könnte sich der Spies ganz zackig umdrehen. Beziehungsweise muss an zusätzliche Regeneration gedacht werden, weil der Sport dann eben nicht mehr dazu dient, sondern selbst eine Art „Aktivator“ ist und gerade bei sportlichen Zielen oft leistungsbehaftet.

Hast du Fragen zu Ernährung, Bewegung oder der Regeneration? Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du einen gesunden Lifestyle auf ganzer Ebene pflegen kannst? Dann komm in meine Facbeook-Motivations-Gruppe. Dort bekommst du nicht nur von mir laufend Inputs, sondern kannst dich auch mit gleichgesinnten Frauen austauschen.

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