Fress-Attacken am Abend: die besten Tipps, was du dagegen tun kannst!

Fress-Attacken . . . Wir kennen es allwäg alle oder? Der Tag war straight durchorganisiert. Im Büro ging es zu wie im Bienenhaus, Zuhause schlug mal wieder der ganz normale Familien-Alltags-Wahnsinn zu. Das Mittagessen wurde vor dem PC oder zwischen dem Abwischen von verkleckerten Kinder-Mäulern und dem Aufsammeln von Reiskörnern auf dem Boden eingenommen. Oder so ähnlich. Und dann endlich kommt der wohl verdiente Feierabend. Chillig mit Netflix oder einem Buch auf dem Sofa und zack: da klopft er an. Der verflixte Heisshunger auf ungesundes Salziges oder Süsses. Oder Beides.

Du gibst nach und ärgerst dich danach über dich selbst, deine Schwäche und überhaupt. Die mühsam erkämpfte Joggingrunde von heute war für nix und die guten Vorsätze vom Morgen, heute aber gesund zu essen ebenfalls für den Arsch. Zur Krönung hat dich jetzt nebst deinem Fressanfall, auch noch die negative Denkspirale ganz für sich. Gratulation! Kennsch?

Fressattacken am Abend: das hilft

Warum nur, suchen uns diese Fress-Attacken am Abend heim und was du dagegen unernehmen kannst?

Zu wenig gegessen oder nicht das Richtige

Oh ja! Ob du’s glaubst oder nicht, aber das kann ganz schön heftige Auswirkungen haben. Am Vorabend eine Einladung oder ein nettes Essen mit Freundinnen gehabt und das nun ausgleichen wollen? Kommt dir das bekannt vor? Du isst verteilt über den Tag viel zu wenig, in der Hoffnung, damit die Kalorien vom Vorabend wett zu machen. Oder du hattest so viel zu tun im Büro, dass du gar nicht zum Essen gekommen bist und dir halt nur kurz einen Joghurt zwischendurch einverleibt hast?

Irgendwann meldet sich der Köper, weil er zu wenig oder/und das Falsche bekommen hat. Er verlangt nach schneller Energie und die kommt leider nicht in Form von rohen Rüeblistängeli. Sondern in Form von Zucker.

Um diesen Teufelskreis zu umgehen, iss über den Tag verteilt möglichst gesunde Mahlzeiten. Wenn du’s mal nicht geschafft hast, bereite dir wenigstens am Abend ein Znacht zu, bevor dieses unüberwindbare Verlangen nach schneller Energie (Heisshunger) kommt. Denn wenn es erst da ist, wird’s saumässig schwer.

Stress als emotionaler Trigger

„Ich bin halt eine Stress- oder Frustesserin“. Diesen Satz höre ich oft und er stimmt. Oft steckt eine seit Jahren anhaltende Gewohnheit hinter der Stressesserei. Du bist es gewohnt, Stress mit Schoggi oder Chips zu betäuben oder zu überlagern. Es kann sogar eine Art Überlebensmechanismus deines Körpers sein, damit du dich wieder erden kannst.Thema Entspannung also! Das alles passiert automatisch. Du entscheidest dich nicht bewusst dafür, deinen Stress oder Frust jetzt mit einer Tafel Schoggi zu bekämpfen. Du merkst einfach, dass du jetzt Schoggi brauchst und kannst diesem Drang nicht widerstehen, geschweige denn wärst du mit einem Möckeli befriedigt. Stress kann übrigens vieles sein, nicht nur ein strenger Tag mit vielen Terminen zählt dazu. Es können auch (negative) Emotionen, gewisse Gefühle oder Situationen, Unzufriedenheit, Frust, Ärger oder Langeweile solche Trigger/Stressfaktoren sein.

Du kannst dieses Muster durchbrechen. Gewohnheiten lassen sich verändern. Es ist schwer, aber es geht und es braucht etwas Geduld und Übung. Jahrelang antrainiertes, automatisiertes Verhalten änderst du kaum in 2 Tagen. Sei dir dessen bewusst und sei nachsichtig mit dir selbst.

fressattacken das kannst du dagegen tun

Die andere Gewohnheit

Damit dein TV-Abend perfekt ist, gehören einfach Popcorn oder Chips dazu? Und das schon immer? Eine Gewohnheit, die sich sehr viel einfacher als die oben beschriebenen Situationen lösen lässt. Es geht vermutlich nicht ums Popcorn oder die Chips, sondern darum diese stetige Hand-zum-Mund-Bewegung auszuüben, während du TV schaust. Versuche es hier mit einer gesunden Alternative. Zum Beispiel Knabber-Gemüse, Gemüse-Chips oder Kokosnuss-Chips. Ich spüre, dass du jetzt mit den Augen rollst, vertraue mir und probiers einfach.

Teste aus, was dir schmeckt und gib nicht gleich auf, wenn der erste Versuch nicht der Super-Bringer war.

Trinken

Auch das Verwechseln von Hunger- und Durstgefühl kann zu Fress-Attacken führen. Es ist sowieso wichtig, dass du genug trinkst. Achte also darauf, dass du tagsüber zu Flüssigkeit – am Besten Wasser ohne Kohlensäure – kommst. Falls das nicht geklappt hat, schütte zwei, drei Gläser Wasser in dich, bevor du zur Gutzli-Büchse oder dem Süssigkeiten-Vorrat der Kinder greifst. Es könnte sein, dass dein Hunger-Problem dann plötzlich keins mehr ist. Und selbst wenn: wenigstens ist dein Magen bereits mit einem guten halben Liter Wasser gefüllt.

 

Persönlicher Tipp zum Schluss gegen Fress-Attacken

Versuche dich nicht zu verurteilen für solches Verhalten. Es wird damit nur schlimmer, weil du dich selbst dann klein machst. Gerade wenn Heisshunger der Grund für die Fress-Attacke war, schafft es die stärkste Frau nicht, sich unter Kontrolle zu halten. Dein Körper schreit dann einfach nach Energie. Suche die Gründe, die dazu geführt haben und mache das am nächsten Tag anders.

Egal was deine persönlichen Triggerfaktoren oder Gründe für Fress-Attacken sind, versuche, Ruhe und viel Entspannung in deinen Alltag zu integrieren. Auch wenn’s stressig ist, nimm dir bewusst Zeit für einen Kaffee, für eine Atemübung oder hock dich einfach mal fünf Minuten hin und tue gar nichts. Und ja, du ahnst es wahrscheinlich: auch Sport oder ein Spaziergang hilft! Danach ist die Lust auf Süsses oft weg. Am Besten tust du das mehrmals verteilt über den Tag und vor allem immer dann, wenn du anfängst Dinge zu denken wie „oh, ich muss noch schnell dies und das“ oder „scheisse, die Zeit rennt mir davon“ und ähnliches. Wenn du entspannter und achtsamer bist, fällt dir vieles leichter und gewisse Probleme ergeben sich gar nicht erst.

 

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