Konfitüre: die gesunde(re) Variante mit Znacht-Tipp für die ganze Familie

Konfitüren sind allgemein beliebt und können so vielfältig verwendet werden, dass es sich lohnt, einen kleinen Wintervorrat anzulegen. Besonders jetzt im Sommer, wo die Früchte in Hülle und Fülle vorhanden sind. Der grosse Nachteil: Konfitüren sind für gewöhnlich purer Zucker und haben mit gesunden Früchten nichts mehr zu tun.

Die Konfitüre, die allen schmeckt

Es gibt verschiedene Varianten, wie Konfitüren mit weniger oder sogar ohne Zucker zubereitet werden können. Eine Idee zum Süssen mit Datteln findest du hier. Und eine ganz ohne zusätzliche Süsse hier.

Bei uns ganz wichtig: meine Rezepte müssen familientauglich sein. Ich habe mit zwei noch eher kleinen Kindern, Job und dem ganz normalen Alltagswahnsinn weder die Zeit noch die Lust, doppelt zu kochen. Und du wahrscheinlich auch nicht, stimmt’s?

Rezepte müssen für mich in aller Regel also so sein, dass sie uns allen schmecken.

Bei uns haben sich deshalb mittlerweile und nach Jahren des Ausprobieren und Testen oft Mischvarianten am Besten bewährt. Das heisst: in vielen Rezepten benutze ich z.B. Rohzucker gemischt mit einer Zuckeralternative.

Auch bei Marmeladen oder „Konfi“, wie wir in der Schweiz dazu sagen

Damit ich nicht Stunden am Herd verbringen muss, nutze ich etwas Gelierzucker und mische ihn mit einer Alternative. Das kann herkömmlicher Gelierzucker sein oder du wählst auch hier eine Gelierzucker-Alternative aus Xylit. Die meisten Früchte lassen sich somit in gut 10 Minuten zu einer feinen Konfitüre einkochen. Mit einem Zeitaufwand von etwa einer halben Stunde gesamthaft, entstehen ein paar Gläser Konfitüren-Vorrat aus ca. 1 kg Früchten.

Mein persönlicher Tipp für ein schnelles Familien-Nachtessen an stressigen Tagen

Eine solche Konfitüre darf bei uns öfter als nur am Sonntag auf den Tisch. Besonders an stressigen Tagen, kann ich mit besserem Gefühl auf ein in der Schweiz sehr beliebtes Znacht (Abendessen), das Café complet, ausweichen. Café complet besteht in der Regel aus viel (weissem) Brot oder sogar Zopf mit Konfi, gerne fettigem Fleisch wie Salami oder Aufschnitt, Butter und Käse. Mit viel zu viel Fett und noch mehr schnell verdaulichen, ungesunden Kohlenhydraten ist dieses typische Schweizer Znacht alles andere als leicht und gesund. Weil es schnell parat ist, ist es gerade in Familien gern genutzt. So geht’s in gesund:

Mit einem guten Protein- oder Roggenbrot (wir toasten es gerne, so mögen es auch die Kinder und der Göttergatte), Bündnerfleisch, magerem Schinken oder etwas geräuchertem Lachs, dieser Konfitüre und viel geschnibbeltem Gemüse (allenfalls mit Quark-Dip), wird aus dem fettigen, schweren Abendessen ein ausgewogenes, gesundes Znacht.

Falls du mehr Ideen suchst für deinen Familientisch, lade ich dich in meine facebook-Gruppe ein. Dort findest du viele Frauen, die auch Mütter sind und sich gerne über familientaugliches, gesundes Essen austauschen.

Gesunde(re) Konfitüre

Zutaten

  • 750 g frische Früchte: in diesem Rezept Pflaumen Reine Claudes (ev. klein geschnitten, entsteint)
  • 100-150 g Gelierzucker
  • 300-350 g Xylit
  • Gewürze (z.b. Zimt und Kardamom) nach Wahl und Geschmack

Anleitungen

  1. 5-7 Gläser (je nach Glasgrösse), waschen und mit heissem Wasser ausspülen. Auf einem (Holz-)brett bereit stellen.

    Die Früchte zusammen mit dem Zucker in eine genügend grosse/hohe Pfanne geben. Alles zusammen aufkochen und dann für ca. 4 Minuten sprudelnd kochen.

    Ich empfehle dir, eine Gelierprobe auf einem Teller zu machen, bevor du die Konfitüre abfüllst.

    Vor dem Abfüllen die Gewürze beigeben und die Konfi dann rasch in die vorbereiteten Gläser giessen. Diese gut verschliessen und auf den Kopf stellen. Die Gläser sind sehr heiss!

    Tipp: ich beschrifte die Konfigläser immer mit Washi-Tape. Das hält prima und geht genau so prima später wieder ab.

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